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Fächer an der FOS !

1. Deutsch
Für den Unterricht im Fach Deutsch gibt es einen gemeinsamen Stoffverteilungsplan, der nur minimal individuell abgeändert wird (z.B. bei der Auswahl der Lektüre). Künftig wollen wir auch in diesem Bereich eine maximale Übereinstimmung erreichen.

Das Fach Deutsch stellt bei uns nicht nur ein passives Zuhören dar, sondern ein aktives Miteinander. Die allermeisten Themengebiete lassen eine Erarbeitung und Präsentation in Gruppen zu, an die sich nicht selten Diskussionen anschließen - gerade wenn mehrere Gruppen mit dem gleichen Arbeitsauftrag verschiedene Ergebnisse erzielen. So können sie „nebenbei“ ihre Argumentations- und Dar-stellungstechniken festigen, was sich letztlich auch in anderen Fächern
(z.B. Geschichte oder Sozialkunde) nützlich einbringen lässt.

Durch die eigene Erarbeitung soll zudem die Sicherung des Lernstoffs unterstützt werden. Des Weiteren werden die Schüler bei Partner- oder Gruppenarbeiten stets
dazu angehalten, sich auch eigene Notizen zu machen, denn gerade die eigenen Gedanken sind es wert, festgehalten zu werden! Für den Verlauf des Schuljahres ist ein Kinobesuch der Verfilmung des Romans „Das Parfüm“ geplant; im nächsten Schuljahr sollen eventuell Theaterbesuche und Lesungen das Angebot ergänzen.

2. Geschichte
Fü den Geschichtsunterricht gibt es einen gemeinsamen Stoffverteilungsplan. Die Leistungserhebung wird mittels einer Kurzarbeit pro Halbjahr durchgeführt und findet weitgehend parallel statt. Hierbei werden die drei Bereiche „Wissen -Anwenden - Urteilen“ eingearbeitet, um eine pure Reproduktion zu vermeiden und die Grundkompetenz Textarbeit zu trainieren. Zudem soll die eigene Meinungsbildung geschärft werden.

Die weiteren mündlichen Noten werden u.a. durch sog. „LdL“- Stunden (Lernen durch Lehren) ermittelt, die aus pädagogischen und organisatorischen Gründen in Zweier- oder Dreiergruppen vorbereitet werden; die Vorbereitungsdauer beträgt mindestens drei Wochen. Des Weiteren werden Unterrichtsbeiträge und Gruppenprojekte mit Präsentationen bewertet. Bereits im letzten Schuljahr erarbeitete die Fachschaft einen Lernzirkel zum Thema „Kriegswirtschaft/ NS-Wirtschaftspolitik“, der auch in diesem Jahr wieder zum Einsatz kommt.

In Vorbereitung befinden sich die Lernzirkel „Nachkriegsgesellschaft“ sowie „Die ersten Jahre der BRD“, die die Kollegen austauschen werden. Das im Unterricht erworbene Wissen wurde im letzten Jahr durch den Besuch diverser Kinofilme sowie einer Lesung des Auschwitzüberlebenden Max Mannheimer für die Schüler der 12. Klassen vertieft; für das nächste Schuljahr ist eine Fahrt ins NS Dokumentations-zentrum nach Nürnberg geplant.

3. Sozialkunde
Ähnlich dem Fach Geschichte zeigt sich Sozialkunde. Auch für dieses Fach gibt es einen gemeinsamen Stoffverteilungsplan. Die Leistungserhebung wird mittels einer Kurzarbeit pro Halbjahr durchgeführt und findet weitgehend parallel statt. Die weiteren mündlichen Noten werden u.a. durch sog. „LdL“- Stunden ermittelt, die aus pädagogischen und organisatorischen Gründen in Zweier- oder Dreiergruppen vorbereitet werden; die Vorbereitungsdauer beträgt mindestens drei Wochen. Dazu kommen noch Unterrichtsbeiträge und Gruppenarbeit mit Präsentation.

Sozialkunde lebt von der Aktualität, auch wenn im Stoffverteilungsplan bestimmte Ereignisse selbstverständlich nicht immer mit eingeplant werden können. Trotzdem wird so weit wie möglich an diesem Plan festgehalten, denn z.B. die Entwicklung der EU gehört zum einen zum Themengebiet und ist zum anderen hochaktuell. So können beide Bedürfnisse befriedigt werden.

Fächerübergreifendes Unterrichten ist vor allem im zweiten Halbjahr der 12. Klasse möglich. Grundsätzlich ist es Ziel der Fachschaft, den Schülern ein Grundgerüst des Aufbaus der BRD zu vermitteln, einen Einblick in die internationalen Organisationen und Verbände zu geben und das Verständnis für aktuelle Themen wie Arbeitsmarkt etc. zu schärfen. Dabei soll der Vergleich mit anderen politischen und gesellschaftlichen Systemen nicht zu kurz kommen.

4. Englisch
Der Unterricht im Fach Englisch berücksichtigt verschiedene Lehr- und Lern-methoden: Gruppen- und Partnerarbeit, Lernzirkel, Referate, Stegreif-Referate finden dort ebenso Platz wie Frontalunterricht. Es wird Wert gelegt auf abwechs-lungsreichen Unterricht. Durch Rätsel, Lieder und Internet-Rechercheaufgaben wird der Unterricht aufgelockert.

Die Fachschaft Englisch arbeitete am MB-Arbeitskreis Listening mit und ist eine der Schulen, die am Diagnostischen Test teilnimmt.Um den Lernerfolg zu sichern, wurde von der Schule angeregt, dass sich Schüler zu Lerngruppen zusammenschließen. Dies wird von den Schülern größtenteils auch angenommen. So bereiten sie sich beispielsweise auf die mündliche Gruppenprüfung vor.

Die Fachschaft Englisch organisiert in Zusammenarbeit mit der Schülerbibliothek verschiedene Projekte um bei den Schülern die Freude am Lesen und an der Sprache zu wecken. So hat am 16.12.2005 Prof. Dr. phil. Otto Hietsch, Dott. In Lett., M. Litt. aus seinem Buch Bavarian into English vorgelesen. Das Projekt Storyteller fand im Oktober statt (s. Artikel Schülerbibliothek). Weitere Projekte sind in Planung, wie beispielsweise ein Schüleraustausch.

5. Chemie/Biologie
Das Fach Chemie wird an der FOS Kelheim in den Klassen Technik 11, Technik 12 und Sozial 11 unterrichtet, Biologieunterricht wird in der Klasse Sozial 12 erteilt. Ein abwechslungsreicher Unterricht lebt von einem Wechsel der Methoden. Unser Bemühen gilt einem sachgerechten, schüleraktivierenden Methodenrepertoire.

Der Experimentier-Versuch nimmt dabei eine zentrale Stellung ein. Besonders in den 11. Klassen (Techniker) erfahren Schüler die Lerninhalte durch eigene Experimente und Versuchsreihen. Da dieses Chemiepraktikum gruppenweise durchgeführt wird, steht dabei auch die Teamarbeit im Vordergrund. Durch genaues Protokollieren werden die Schüler an wissenschaftliches Arbeiten herangeführt. Internetrecherchen zu den Versuchen ergänzen die Arbeiten. Auch Projekte bereichern den Unterricht. So wurde eine Analyse der Wasserqualität der Donau am Flussufer durchgeführt und anschließend ausgewertet. Entsprechende biologische Untersuchungen werden das Projekt weiterführen.

6. Wirtschaft
Der Unterricht zielt auf möglichst systematische Förderung und integriert in die fachliche Arbeit den sicheren Umgang mit vielfältigen Lern- und Arbeitstechniken wie beispielsweise
· Mnemotechnik,
· systematisches Recherchieren und Exzerpieren,
· Veranschaulichung,
· Nutzung unterschiedlicher Aufnahmekanäle (visuell, auditiv, haptisch) oder
· Einsatz der EDV.
Durch gezielten Einsatz von Partner- und Gruppenarbeit sowie durch LDL-Stunden bzw. Referate im Team-Teaching wird nicht nur systematisch eine rgebnisorien-tierte, aktive Zusammenarbeit der Schüler gefördert und unterstützt, sondern auch selbstständiges Lernen sowie der verantwortliche Umgang mit Medien.

7. Rechtslehre
Im Fach Rechtslehre liegt es grundsätzlich nahe an Hand von Gesetzestexten wesentliche rechtliche Grundlagen zu erarbeiten und diese in der rechtlichen Beurteilung von Vorfällen des täglichen Lebens zu vertiefen. Im Bereich der Sozialgesetzgebung wird versucht Experten von außerhalb einzuladen, die den Schülern Frage und Antwort stehen und ihnen die wesentlichen und grundlegenden Inhalte vermitteln. Ebenfalls geplant ist der Besuch einer Gerichtsverhandlung.

Fächerübergreifende Aspekte finden vor allem bezüglich des Fachs Deutsch durch
die Ausformulierung von Gutachten oder Verträgen Berücksichtigung. Aber auch wirtschaftliche Gesichtspunkte bleiben zwangsläufig nicht außen vor.

8. Wirtschaftsinformatik
Die informationstechnologische Grund- und Weiterbildung nimmt im Rahmen des beruflichen Schulwesens eine wichtige Rolle ein. Gerade in der Fachoberschule, als Mittler zwischen dem allgemeinbildenden Schulwesen und den beruflichen Studien-gängen, kommt dem Umgang mit Computern ein erheblicher Stellenwert zu. In der Ausbildungsrichtung Wirtschaft wird zunächst der Einsatz der Textverarbeitung vertieft. Die Grundlagen des Formatierens sind dem überwiegenden Teil der Schüler vertraut. Darum zielt das Augenmerk auch auf den praxisorientierten Einsatz der Textverarbeitung ab. Die Schüler lernen Texthandbücher zu erstellen und erfahren deren effizienten Einsatz im täglichen Büroalltag, z. B. bei der laufenden "Standard-korrespondenz". Die Einübung des sicheren Umgangs mit Serienbriefen runden die Vermittlung des überwiegend primärorientierten Anwendungsbereichs der Textverarbeitung ab. Der zweite Schwerpunkt in der Grundlagenausbildung der Fachrichtung Wirtschaft, stellt der Einsatz von Tabellenkalkulationen dar.

Insbesondere in Absprache mit den Fächern Betriebswirtschaftslehre und Rech-nungswesen kann dem Schüler ganz realitätsnah der interdisziplinäre Einsatz der Informationstechnologie verdeutlicht werden. Die Grundlagen des betriebswirt-schaftlichen Rechnungswesen werden im Wirtschaftsinformatikunterricht umgesetzt und angewandt. Die betroffenen Lehrkräfte arbeiten hier Hand in Hand. Sowohl Unterrichtsinhalte als auch Absprachen im Hinblick auf die Leistungserstellung, sind im Rahmen dieser Unterrichtseinheiten eine Selbstverständlichkeit. Zum Abschluss der informationstechnischen Ausbildung in den Wirtschaftsfächern wird intensiv auf den Umgang mit Datenbanken eingegangen. Datenbanken stellen in der heutigen Zeit ein unerlässliches Hilfsmittel in kaufmännisch-dispositiven und kaufmännisch-organisatorischen Arbeitsabläufen dar. Die Vermittlung dieses Wissens zeigt den Schülern wieder die Praxisrelevanz der Lerninhalte auf. Da die Schüler zuerst die theoretischen Modelle von Datenbankstrukturen verinnerlichen müssen, rechtfertigt dies eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema. Die softwaretechnische Umsetzung des Gelernten folgt dann in einem weiteren Schritt. Am Ende dieses Ausbildungsabschnittes sind die Schüler dann befähigt, Datenbanken grundlegend einzusetzen.

Diese Ausbildungsinhalte werden fast ausschließlich an Fachoberschulen unterrichtet. In der technischen Ausbildungsrichtung genießt die Informationsverarbeitung ebenfalls einen hohen Stellenwert. Gerade die vorbildliche Ausstattung mit den modernsten Maschinen in unseren Werkstätten gestattet es den Schülern, Programme kennen zu lernen, die ihnen sonst verwehrt geblieben wären. Als herausragend ist hier die Möglichkeit zu nennen, einen Plasmaschneideautomaten über CAD-Anwendungen zu programmieren.

In der elektrotechnischen Ausbildung kommt dem Computereinsatz ebenfalls eine immer größere Bedeutung zu. Schaltpläne werden zum Beispiel von Schülern mit Hilfe einschlägiger Branchensoftware gefertigt. Die soziale Ausrichtung als dritte Ausbildungsrichtung an der Fachoberschule Kelheim, beschäftigt sich ebenfalls mit dem Einsatz moderner Datenverarbeitungs- und Kommunikationsanlagen. Wie in jedem anderen Wirtschaftssektor sind auch im sozialen Sektor, sei es nun zum Beispiel in Sozialeinrichtung, stationären Kranken- oder Pflegeeinrichtungen oder dergleichen mehr, die EDV-bezogenen Tätigkeiten nicht mehr weg zu denken.
Darum wird auch den Absolventen des Sozialen Zweigs der Umgang mit der Informationstechnologie nahe gebracht. Im Rahmen von Unterrichtsprojekten lernen sie alle Facetten des PC-Einsatzes kennen. Dies spannt den Bogen von der reinen Textverarbeitung, über anspruchsvollere Tabellenkalkulationen bis hin zu eigen-ständig gestalteten Präsentationen.

Gerade um die Schüler aller Fachrichtungen bestmöglich mit der Informations-technologie vertraut zu machen, ist eine aufgabenadäquate Ausstattung mit EDV-Arbeitsplätzen unabdingbar. Im Zusammenhang mit der Neueinrichtung der Fachoberschule hier in Kelheim ist es uns daher gelungen, einen zusätzlichen PC-Raum einzurichten, der, neben den bereits bestehenden Computersälen, aus-schließlich der Fachoberschule zur Verfügung steht. Als Fazit der informationstech-nologischen Ausbildung an der Staatlichen Fachoberschule Kelheim bleibt festzu-halten, dass für die Schüler die besten Voraussetzungen, sowohl in Bezug auf soft skills als auch auf hard skills, gegeben sind.

9. BWR
Neben fragend-impulssetzend-erarbeitendem Unterricht, der aus zeitlichen Gründen in vielen Stoffgebieten notwendig ist, ist gerade bei BWR-Übungsphasen die Nutzung der EDV-Räume, vor allem mit von den Schülern erstellten Excelanwendungen
(z.B. Lagerkennziffern, Bestellmengenermittlung, Zahllastermittlung, Grafik bei Abschreibungsmethoden BAB und Kalkulationen diverser Art.) notwendig.

Ein Buchführungsprogramm (Winklers) setzen wir ca. 4 Stunden in den BWR-Übungen praxissimulierend und ergänzend zu den traditionell in der Abschlussprüfung geforderten Buchungstechniken ein. Gruppen- und Partnerarbeit sind für uns unverzichtbare Sozialformen zur Erarbeitung neuer Stoffinhalte.

10. VWL und WL
In den Fächern Volkswirtschafts- und Wirtschaftslehre werden aktuelle volks- und betriebswirtschaftliche Vorgänge mit der Theorie verbunden. Es ist sinnvoll, die Unterrichtsinhalte in schülerzentrierten Arbeitsphasen (selbst-entdeckendes Lernen) zu vermitteln, damit die Schüler wirtschaftliche Entscheidungsprozesse besser nachvollziehen können und somit auf den Alltag vorbereitet sind.

Die Unterrichtsqualität zeichnet sich zudem durch die Besprechung aktueller Wirtschaftsgeschehnisse (z. B. Fusionsberichte, Auswirkungen von sportlichen Großveranstaltungen auf das BIP) aus.

11. Mathematik
Der Unterricht in den Fächern Mathematik und Physik ist aufgrund der großen Bedeutung für das Erlangen der Fachhochschulreife stark lehrstofforientiert. Trotz stark begrenztem Stundenumfang und enormer Stofffülle lässt sich aber auch hier durch Methodenvielfalt viel Abwechslung in den Unterricht bringen. Im Fach Mathematik wird das Arbeiten mit und an Funktionen durch den Einsatz anschaulicher Programme unterstützt. So lassen sich mit dem Excel-Programm „Dynaplot“ die Graphen von Funktionen und deren Ableitungen darstellen. Der Einsatz im Unterricht ermöglicht es den Schülern so zum Beispiel die Bedeutung der Ableitungen für die Darstellung des Graphen einer Funktion zu erkennen.

Mit Hilfe weiterer kleiner Programme lassen sich auch eine Vielzahl von Themen (Intervallhalbierungsverfahren, Sekantenverfahren) Schritt für Schritt herleiten und veranschaulichen. Des Weiteren lassen sich bereits durch kleine Spiele wie dem Ableitungspuzzle Zusammenhänge besser verinnerlichen. Besonders dankend wird durch unsere Schüler auch das Angebot von Tutorien sowohl in den 11. als auch den 12. Klassen angenommen.

12. Physik
Das Fach Physik lässt sich durch seinen stark praxisorientierten Charakter mit einer Vielzahl von Experimenten bereichern. Sei es in der Elektrizitätslehre oder der Mechanik; für den Unterricht stehen zahlreiche Experiment zur Verfügung, die den stoffgefüllten Unterrichtsplan verständlicher machen. Besonders interessant sind dabei kleine, aber bemerkenswerte Phänomene, deren Funktionsweise es zu hinterfragen gilt. Eine Anreicherung für das physikalische Verständnis sind ausgewählte Videofilme. Neben ergänzenden Telekollegfilmen stehen zudem Beiträge zur geschichtlichen Entwicklung physikalischer und technischer Anwendung zur Verfügung („NASA in SPACE“; „Der Stromkrieg“).

Auch im Fach Physik werden von uns Tutorien angeboten. Ein Highlight im letzten Schuljahr war der Tag der offenen Tür. Zahlreiche Besucher konnten sich im Physiksaal hautnah mit der Physik an der Fachoberschule vertraut machen. Experimente aus der Jahrgangsstufe 11 und 12 standen zur Demonstration und zum Ausprobieren zur Verfügung. Ob nun Phänomene der Elektrizitätslehre wie dem reibungsfreien Bremsen mit der Wirbelstrombremse, dem Ablenken von Elektronen im Braunschen Rohr oder dem unfreiwilligen Mitschwingen von Kotflügel oder Antenne eines Automodells, der Resonanz aus der Mechanik - alles wurde bestaunt und ausprobiert!

13. Technologie
Sowohl für die Technikerklassen als auch für die Wirtschaftsklassen bietet das Fach Technologie/ Informatik immer wieder Interessantes zu erfahren und zu beobachten. In Anlehnung an das Fach Physik taucht man in thermodynamische Prozesse ein. Vom Motoren Modell bis zum voll funktionierenden Heißluftmotor, vom Zugversuch bis zu radioaktiven Erscheinungen lassen sich alle Schüler begeistern. Im Bereich der Informatik unterstützt durch Simulationsprogramme (Digitalsimulator) können die Techniker logische Schaltungen erstellen und ausprobieren. Insbesondere beein-drucken aber auch aktuelle Berichte und Beispiele zum Thema Datenschutz wie z.B. „GPS-Überwachung“, „Der gläserne Bürger“, “Online Banking - Geldklau per e-mail“ uvm.

14. Pädagogik/Psychologie
Das Erleben und Verhalten eines Menschen erklären und auch beeinflussen zu können, ist ein Ziel der Psychologie und Pädagogik. Im Profilfach der Ausbildungsrichtung Sozialwesen betrachten die Schüler verschiedene Bereiche des menschlichen Lebens und Zusammenlebens aus wissenschaftlicher Perspektive. Es geht um innerpsychische Prozesse (z.B. Wahrnehmung, Gedächtnis, Gefühle, Motivation, Lernen) und um die Entwicklung des Individuums, aber auch um das Verhältnis von Individuum und Umwelt (Erziehung, Soziale Arbeit).
Das Fach Pädagogik/Psychologie stellt, wo es möglich ist, nicht nur ein passives Zuhören dar, sondern ein aktives Miteinander. Viele Themengebiete lassen eine Erarbeitung in Gruppen oder Partnerarbeit zu. Durch die eigene Erarbeitung wird die Sicherung des Lernstoffs unterstützt. Die Schüler werden stets dazu angehalten, sich auch eigene Notizen zu machen, denn gerade die eigenen Gedanken sind es wert, festgehalten zu werden - nicht nur die Idee der Lehrkraft oder eines Mitschülers. Ein gemeinsamer Hefteintrag über das jeweils behandelte Thema ist selbstverständlich.
Der Unterricht in Pädagogik/ Psychologie bietet darüber hinaus Gelegenheit, eigene Erfahrungen aus dem privaten Bereich oder auch aus dem Praktikum einzubringen, zu reflektieren und wissenschaftlich zu beleuchten.

15. Fachpraktische Ausbildung Sozialwesen
Im Praktikum, das an der FOS Kelheim im 14tägigen Wechsel stattfindet, sind die Schüler wohnortnah untergebracht, d.h. die Stellen befinden sich nach Möglichkeit in der Nähe des Wohnortes, um den Schülern große Wegstrecken im nicht gerade kleinen Landkreis zu ersparen.
Derzeit arbeiten wir mit über 60 Einrichtungen in den Bereichen Kinderbetreuung (Kindergarten, -krippe und -hort), Altenpflege, Krankenpflege und Behindertenarbeit zusammen. Die Schüler sind jeweils ein halbes Jahr in der Erziehung und ein halbes Jahr in der Pflege eingesetzt.
Zur Vorbereitung auf das Pflegepraktikum findet seit dem Schuljahr 2006/2007 ein Pflegediensthelferkurs für alle Schüler statt. Hier werden wichtige Grundbegriffe für die Pflege geklärt, Wissen über Krankheiten und Körpervorgänge vermittelt und auch praktische Übungen durchgeführt (z.B. das richtige Lagern von Patienten oder auch die Essenseingabe). Ein solcher Kurs versetzt die Schüler nicht nur in die Lage, sich im Praktikum leichter zurechtzufinden, die gewonnene Handlungssicherheit im Umgang mit alten oder kranken Menschen gibt auch Selbstvertrauen und Motivation.
Während der Unterrichtsphasen werden die Erlebnisse im Praktikum reflektiert und für die Praxis wichtige fachliche Aspekte beleuchtet.  Referenten geben Einblick in ihr sozialpädagogisches Berufsfeld. Exkursionen, z.B. in die Landshuter Werkstätten (Behindertenwerkstatt) Kelheim oder das Erfahrungsfeld der Sinne in Nürnberg, runden die Fachpraktische Ausbildung ab.

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